Ich hab mich heute Morgen hingesetzt und das Buch gelesen und eingeatmet.
Ich liebe die Struktur und die Aufmachung. Die persönlichen Beispiele der Autorin und den Schreibenden aus den Communitys find ich stark. Der Dancefloor-Prozess zeigt, wie lange Prozesse brauchen können und wie wichtig die geistliche Dimension ist.
Durch die Bibelstellen und konkreten Fragestellungen hab ich tatsächlich das Gefühl, dass es anwendbar ist und ich es auch als Nachschlagewerk für Mikroprozesse nehmen kann. Vor allem das Zitat „Man hat niemals Zeit., es richtig zu tun, aber immer Zeit es nochmal zu tun.“ zeigt auf, dass sich die Zeit lohnt und die Zeit braucht. Blinder Aktionismus führt zu Mehrarbeit und nicht zu einem gemeinsamen Wirkungsprozess.
Angetriggert hat mich das Fehler feiern – ich kann das ganz schlecht. Ich weiß, dass Fehler Helfer sind (wenn man die Buchstaben umstellt) und dass sie viel bringen – aber ich ertappe mich häufig, dass ich mit mir selbst nicht so fehlerfreundlich bin und mir wenig verzeihe. Auch in Prozessen.
Ich finde das Schreiben der Autorin stark motivierend, sich den Dingen zu stellen, ermutigend auf Gott zu schauen und auf sein Wirken zu hoffen. Hoffnungsvoll, dass verzwickte Situationen ganzheitlich lösbar sind – im Blick auf Beziehungen, Strukturen und geistliche Dimensionen.
Ich bin gespannt, wie mit eher weniger charismatischeren Gruppen oder Gruppen, die im Glaubensfindungsprozess sind, auch auf Gott hören oder hörendes Gebet möglich ist.
Schön fand ich das Loblied auf Vertrauen und auf tragfähige Beziehungen zu bauen und damit auch Prozessvertrauen zu gewinnen.
Danke an Thorsten Pfister aus dem Evangelischen Jugendwerk Leonberg für die Rezension!
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